Mittwoch, 28. Mai 2014

Eifel: Moselhöhenweg zur Reichsburg Cochem, dann zur Brauseley und zurück durch die Weinberge



Diesmal möchte ich eine Tour – oder eigentlich zwei Touren – rund um die schöne Moselstadt Cochem vorstellen. Es geht von Dohr über die Reichsburg Cochem nach Cochem, dann auf die Hunsrück-Seite zur Brauseley, anschließend entlang der Mosel bis Poltersdorf und durch die Weinberge bergauf zum Ausgangspunkt. Da der Aufstieg zwar wunderschön und auf jeden Fall empfehlenswert ist, aber über einen Wirtschaftsweg verläuft, zeige ich am Ende eine Alternativstrecke für Mountainbiker mit Asphaltallergie.

Es ist nicht leicht, einen Parkplatz in der Nähe von Cochem zu finden. Ich habe den Eindruck, dass man sich in der Eifel und an der Mosel früher mehr über Touristen freute. Heutzutage steht neben der popeligsten Parkbucht das Schild mit der Begrenzung der Parkdauer auf zwei Stunden. 

Problemlos kann man in Dohr direkt am Spielplatz parken (Adresse: Dohr, Achterweg), da wo der Basketballkorb hängt. Von dort fahren wir an der Bundeswehr-Kaserne und am Industriegebiet vorbei und dann auf den Waldweg in Richtung Cochem. Nach der Überquerung der Kreisstraße 22 geht es rasant bergab durch den Wald bis zur Bundestraße 259. Dort fahren wir schräg über die Straße und rein in den Wald auf den Moselhöhenweg. Hier lässt der Zustand des Weges zu wünschen übrig, man sollte bei Nässe im ersten Teilstück aufpassen, da doch recht steil bzw. in schlechtem Zustand! Nach einer schönen links-rechts Schleife kommen wir zu einer langen Gerade mit Felsbrocken auf der linken und einer herrlichen Aussicht auf die Mosel auf der rechten Seite. Am Ende der Geraden liegt rechts ein Aussichtspunkt, links kann man zu Fuß rauf zur Kapelle mit den drei Kreuzen.






Im weiteren Verlauf kommen wir an der Schule raus aus dem Wald und fahren zunächst nicht geradeaus nach Cochem, sondern nach rechts zur Burg Cochem. Nach der Besichtigung der Burg geht es weiter nach Cochem, wo wir die Altstadt über eine ziemlich steile Straße erreichen. 






Jetzt fahren wir auf die Hunsrückseite und hoch in Richtung Brauseley. Schon der Weg dahin ermöglicht großartige Aussichten auf die Stadt und Burg Cochem. Am Wegweiser lassen wir das Bike stehen und gehen zu Fuß hinauf zum Aussichtspunkt. Wer möchte, kann das Bike mitnehmen, ich halte den Weg aber zumindest teilweise für unfahrbar. Von oben hat man beste Sicht auf die Burg Cochem und rechts weit entfernt auf die Winneburg. 










Nach einer kurzen Pause geht es wieder runter und zurück auf die andere Moselseite. An der Mosel fahren wir einige Kilometer bis Poltersdorf, vorbei an der Burg Beilstein auf der anderen Flussseite. Vor Poltersdorf verlassen wir die Mosel und fahren über einen Wirtschaftsweg 250 hm durch die Weinberge bergauf. Über drei-vier Serpentinen schlängelt sich der Weg nach oben und die Aussicht wird Höhenmeter für Höhenmeter immer schöner. 






Oben hinter der letzten Rechtskurve fährt man in den Wald, ab hier geht es zwar weiter bergauf, aber nicht mehr so steil. Irgendwann kommen wir zur Kreisstraße 22 raus, der wir bis zu dem Punkt folgen, an dem wir sie auf der Hinfahrt überquert haben. Hier geht es nach links und zurück zum Auto. Diese Variante ist ca. 35 km lang bei ca. 800 hm.






Hier kommt die Alternativstrecke für überzeugte Mountainbiker. Hinter Sehl verlassen wir die Mosel und fahren nach rechts am Fußballplatz vorbei in den Wald. Zunächst geht es nur moderat bergauf, wir fahren durch den dichten Wald an einem Teich vorbei und an der nächsten Gabelung geradeaus. Hier wird der Weg immer steiler und schlechter (tracktype=5) und wir atmen auf, wenn wir den nächsten Wegweiser erreichen. Ab hier wird der Weg besser, wir bleiben links und kommen  dann nach einer links-rechts Schleife auf den Weg Richtung K22 raus. Ab hier entspricht die Strecke wieder der ersten Variante. Die zweite Variante ist ca. 25 km lang bei ca. 650 hm. Viel Spaß!



Samstag, 24. Mai 2014

Eifel: Bernkastel-Kues zum Olymp und zur Burg Landshut



Auf dieser Tour geht es vom Moselufer in Bernkastel-Kues die Mosel entlang nach Lieser, dort auf die andere Moselseite und über Veldenz und Monzelfeld rauf zum Olymp, anschließend zur Burg Landshut und durch die schöne Altstadt von Bernkastel zurück zum Ausgangspunkt. 

Wir parken auf dem großen Parkplatz am Nikolausufer und radeln locker die Mosel entlang bis nach Lieser. Nach der Mündung der Lieser in die Mosel geht es über die Brücke nach Mülheim. Schon nach wenigen hundert Metern, nach verlassen des Talwegs, wird die Landschaft immer idyllischer und es beginnt ein 10 Kilometer langer, anfangs ziemlich flacher, in Richtung Monzelfeld etwas steiler Anstieg, aber wirklich für jeden machbar. Wir fahren oft am Vedenzer Bach entlang bzw. wechseln ein paar Mal die Seiten über schmale Holzbrücken. Der recht breite, befestigte Weg verläuft durch malerische Wälder mit hohen, kerzengeraden Bäumen und tiefen Schluchten. 








In Monzelfeld (445 m) erreichen wir den höchsten Punkt der Tour. Von hier geht es zunächst bergab und dann wieder bergauf zum Olymp (415 m). Auf dem Olymp steht leider kein Aussichtsturm, sondern nur eine Art Antenne, aber dennoch hat man eine schöne Aussicht auf die Mosel und die Weinberge. 



 
Nachdem wir die Aussicht genossen haben, geht es runter zur Burg Landshut. Vorsicht, die Abfahrt ist ziemlich steil! Direkt hinter dem Olymp-Gipfel kommt ein links-rechts-Teilstück, das bei Nässe gefährlich sein kann. Im weiteren Verlauf geht es steil runter auf Schotter und Geröll bis zum großen Parkplatz. Ab dort führt ein gut ausgebauter Weg zur Burg Landshut.
 










Nach der Besichtigung der Burg fahren wir bergab ein Stück durch den Wald bis der Weg in eine Straße mündet, dann geradeaus an der alten Kapelle vorbei (s.o.). Die Straße führt uns nach der 180°-Kurve in mehreren Serpentinen runter nach Bernkastel. Dort hat man die Möglichkeit, sich am Anblick der wunderschönen Altstadt zu erfreuen. Über die Brücke geht es zurück auf die andere Mosel-Seite zum Ausgangspunkt. Von dort kann man den Olymp und die Burg Landshut nochmal von unten bewundern (s.u.).




Am Ende stehen lockere 22 km/450 hm auf der Uhr. Eine perfekte Tour als Einstimmung auf längere Touren in der Eifel oder im Hunsrück! Viel Spaß!